Das Schloss

Im Herzen des Dreiländerecks, vor den Toren des Großherzogtums Luxemburg und Deutschlands liegt das Château de Preisch. Einst war es eine stattliche Burg, die die nahe gelegene mittelalterliche Stadt Rodemack zu verteidigen hatte.

Die Burg wurde 1680 zerstört, aber noch immer lässt sich die Größe des damaligen feudalen Anwesens anhand der Wassergräben in der imposanten Parkanlage des heutigen Schlosses erkennen. Es wurde von Conrad de Soetern und Marguerite de Mérode Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut und besteht aus zwei Bereichen. Der Ausbau wurde noch im 17. bzw. 18. Jahrhundert vorgenommen und es entstanden zwei U-förmig angelegte Gebäudekomplexe – die Schloßanlage und das Ländereigebäude.

Die Anlage von Preisch erstreckt sich über 170 Hektar und ist von einer 7 Kilometer langen Mauer umgeben. Sie umschließt einen Garten im englischen Stil, Hamspire-Schafe, einen Gemüsegarten, Weiden, hundertjährige Waldbestände sowie einen Golfplatz (3×9 Loch).
Seit 1855 ist Preisch im Besitz der Familie von Gargan.
 Charles-Joseph de Gargan (1831-1920) war ein weitgereister Mann. Auf seinen Reisen, u.a. nach Italien, Österreich, Portugal, Flandern und Palästina, kaufte er Möbel und Kunstobjekte für Preisch. Während des zweiten Weltkriegs wurden die Innenräume des Schlosses von den Deutschen größtenteils zerstört, das Mobiliar geplündert. Seine Enkelin Madeleine des Gargan (1928-2000), 18 Jahre lang Bürgermeisterin von Basse-Rentgen, ließ das Schloss renovieren und neu ausstatten.

Heute hat ihre Tochter Dominique Charpentier die Verantwortung für das Landgut übernommen und Bilder, Möbel und Kunstgegenstände aus den beiden Familien ihrer Eltern – de Gargan und Charpentier – hier ausgestellt. Die Sammlung in Schloss Preisch gibt ein umfassendes Bild einer interessanten Familiengeschichte von Charles-Joseph de Gargan bis heute. Auch die jetzige Generation ist darum bemüht, das Eigentum der Familie zu schützen und den historischen Wert zu erhalten.

 

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