Die Kapelle

Die Kapelle Sankt Madeleine de Preisch

Die denkmalgeschützte Kapelle des Schlosses « Sainte Madeleine » wurde 1773 von Francois de Lasalle erbaut – ein klassisch romanisches Bauwerk, klar und solide und ohne großes Schmuckwerk im Innenraum. In der quadratische Kampanile mit einer schmalen Turmspitze aus Holz befand sich die Glocke der Kapelle aus der einstigen Burg.

Diese Glocke aus dem Jahr 1564 läutet bis heute auf dem Landgut.
1862 entschied sich Charles de Gargan, das immer baufälliger werdende Bauwerk, mit den gelben Jaumont-Steinen aus der Region, zu renovieren und er ließ unter der Kapelle eine Krypta ausheben, in der die Familienmitglieder bestattet wurden. Der Schlossherr ließ außerdem einen neuen Glockenturm mit einer 13 Meter hohen Spitze errichten und hinter dem Altar entstand eine Sakristei. Ein bekannter Glasmeister aus Metz, Monsieur Maréchal, baute schöne Kirchenfenster und am Boden wurden Marmormosaike verlegt. Den weißen Altar stellte Monsieur Jacquemin her.

Aus kunsthistorischer Sicht belegen die baulichen Veränderungen der Kapelle die große nachhaltige Wirkung der Renaissance des 16. Jahrhunderts.
Links und rechts neben des Altars befinden sich zwei Grabdenkmäler für die einstigen Lehnsherren von Preisch – die Schawenbourgs. Die Denkmäler stammen noch aus der Kapelle Sankt Jean Baptiste und standen bereits in der einstigen Burg.

Das Kreuz

Jean de Schawenbourg, der Vogt von Luxenbourg, errichtete neben der Kapelle das ebenfalls denkmalgeschütze kleine Monument im Jahr 1514 genau an dieser Stelle und es symbolisiert die Übergabe des Landguts an die Lehnsmänner von Preisch.
Auf der Stele sind die Wappen der Familie Schawenbourg eingraviert. Hier haben die  Lehnsherren ihre Entscheidungen, die Vasallen betrafen, direkt nach dem Gottesdienst und am Fuße des Kreuzes öffentlich verkündet.

 

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